Software entwickeln lassen
Interne Anwendungen, die genau einen Ablauf lösen — klein angefangen, direkt vom Entwickler. 75 € netto je Stunde, für abgegrenzte Vorhaben zum Festpreis.
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Fast jedes Softwareprojekt beginnt mit einer Tabelle, und das ist richtig so. Dieser Text handelt nicht vom Werkzeug, sondern vom Zeitpunkt: woran Sie merken, dass die Aufgabe der Datei entwachsen ist, und was dann sinnvoll ist.
Fast jedes Softwareprojekt in einem Betrieb beginnt mit einer Tabelle. Das ist kein Fehler, sondern der vernünftigste Anfang, den es gibt: Eine Tabelle ist sofort da, sie kostet nichts extra, und wer sie anlegt, muss niemanden um Erlaubnis fragen. Viele dieser Dateien erfüllen ihren Zweck über Jahre und werden nie ersetzt. Zu Recht.
Dieser Text handelt deshalb nicht davon, dass Excel das falsche Werkzeug sei. Er handelt von dem Zeitpunkt, an dem sich die Aufgabe verändert hat, ohne dass die Datei mitwachsen konnte. Diesen Zeitpunkt zu erkennen, ist die eigentliche Entscheidung — und sie fällt selten an einem Tag, sondern schleichend.
Damit klar ist, wovon hier nicht die Rede ist. Eine Tabellenkalkulation ist die richtige Wahl, wenn:
In diesen Fällen ist jede gebaute Anwendung ein Umweg. Wer eine Tabelle durch Software ersetzt, die genau dasselbe tut, hat Geld ausgegeben, um langsamer zu werden.
Sieben Anzeichen. Einzeln ist keines ein Grund, etwas zu ändern. Zwei oder drei gleichzeitig sind es fast immer.
Das ist der häufigste Auslöser. Solange eine Person die Datei führt, funktioniert alles. Sobald eine zweite dazukommt, entsteht die Frage, welcher Stand gilt — und diese Frage kostet jeden Tag ein paar Minuten Aufmerksamkeit.
Ein Preis stimmt nicht mehr, eine Menge wurde überschrieben, ein Datensatz fehlt. In einer Tabelle lässt sich das im Nachhinein meist nicht rekonstruieren. Wenn Sie anfangen, Zwischenstände als Sicherheitskopie abzulegen, ist das kein Ordnungssinn — es ist ein Ersatz für eine Historie, die fehlt.
Gewachsene Dateien enthalten Logik, die nirgends aufgeschrieben ist. Solange die Person da ist, ist das kein Problem. Es wird eins an dem Tag, an dem sie im Urlaub ist, kündigt oder in Rente geht. Das ist kein Vorwurf an die Person, sondern ein Merkmal des Werkzeugs: Die Regeln stecken in Zellen, nicht in einer Beschreibung.
Bestellungen_final.xlsx, Bestellungen_final_2.xlsx, dazu eine Kopie im
Mail-Postfach. Sobald zwei Stände nebeneinander gepflegt werden, ist keiner mehr
verlässlich, und das Zusammenführen von Hand ist die Arbeit, die niemand einplant.
Ursprünglich stand dort, was da ist. Inzwischen stehen dort Status, Zuständigkeiten, Fristen und Freigaben. Eine Tabelle kann das darstellen, aber sie kann niemanden erinnern, nichts prüfen und nichts auslösen. Genau deshalb hängt an solchen Dateien immer eine Person, die daran denkt.
Eine Adresse in der Tabelle und im Rechnungsprogramm, Artikel in der Liste und im Shop. Doppelte Pflege ist nicht nur doppelte Arbeit, sie erzeugt zwangsläufig Abweichungen — und niemand weiß dann, welche Stelle recht hat. Häufig ist die Antwort darauf keine neue Anwendung, sondern eine Verbindung zwischen dem, was Sie schon haben. Dazu steht mehr im Artikel Zwei Systeme verbinden.
Das ist das deutlichste Zeichen. Wenn eine Änderung an der Datei als riskant gilt, weil unklar ist, was sie an anderer Stelle auslöst, ist die Tabelle vom Werkzeug zur Anlage geworden, die verwaltet werden muss.
Diese Punkte hängen nicht an Excel. Sie hängen daran, dass eine Tabelle ein Dokument ist und keine Datenbank. Fünf Eigenschaften erklären fast alles davon:
Deshalb bringt der Wechsel auf ein anderes Tabellenprogramm an dieser Stelle nichts. Die Grenze liegt in der Bauform, nicht im Hersteller.
Vieles davon lässt sich in der Tabelle selbst entschärfen, und das ist deutlich günstiger, als etwas bauen zu lassen. In dieser Reihenfolge:
Wenn das trägt, sind Sie fertig. Das ist ein völlig legitimes Ergebnis, und ich sage es auch im Erstgespräch, wenn es so aussieht.
Drei Signale, die sich nicht mehr in der Datei lösen lassen:
Die Reihenfolge entscheidet über die Kosten.
Ein häufiges Missverständnis: Wer eine Anwendung baut, wolle Excel aus dem Betrieb verbannen. Das Gegenteil ist richtig. Für schnelle Auswertungen, für die Weitergabe an den Steuerberater, für eine Frage, die einmalig beantwortet werden muss, bleibt die Tabellenkalkulation das beste Werkzeug im Haus.
Was sich ändert, ist die Richtung. Bisher lebten die Daten in der Datei. Danach werden sie an einer Stelle geführt und für die Auswertung herausgegeben. Eine Anwendung ohne brauchbaren Export ist deshalb keine fertige Anwendung — sie nimmt Ihnen etwas weg, das Sie vorher hatten.
Der Stundensatz beträgt 75 € netto. Für ein abgegrenztes Vorhaben — genau der Zuschnitt, der bei einer Tabellenablösung sinnvoll ist — gibt es nach einer kurzen Spezifikation ein Festpreis-Angebot. Welche Punkte den Aufwand tatsächlich bewegen, steht im Artikel Was kostet Individualsoftware?. Ob eigene Software überhaupt die richtige Antwort ist oder ein fertiges Programm genügt, klärt Individualsoftware oder Standardsoftware?.
Wenn Sie eine Tabelle im Kopf haben, bei der Ihnen beim Lesen zwei oder drei der Kipppunkte bekannt vorkamen: Beschreiben Sie im Erstgespräch einfach den Ablauf. Eine fertige Spezifikation brauchen Sie dafür nicht. Die Details zur Umsetzung stehen auf der Seite Software entwickeln lassen.
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