Software entwickeln lassen
Interne Anwendungen, Schnittstellen und Automatisierung. 75 € netto je Stunde, für abgegrenzte Vorhaben nach kurzer Spezifikation zum Festpreis.
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Auf die Frage nach dem Preis antwortet der Markt fast nur mit „das kommt darauf an". Das stimmt — reicht aber nicht. Dieser Text legt offen, woraus die Rechnung besteht, welche Punkte sie treiben und welche überraschend wenig ausmachen.
Auf die Frage nach dem Preis für eigene Software bekommen Sie fast überall dieselbe Antwort: „Das kommt darauf an.“ Das ist richtig. Es ist trotzdem zu wenig, denn wer viele Vorhaben kalkuliert hat, kennt die Punkte, an denen die Rechnung kippt — und kann sie erklären, auch ohne Ihr Projekt zu kennen.
Dieser Text macht genau das: Er zeigt, woraus die Rechnung besteht, welche Faktoren sie tatsächlich treiben, welche überraschend wenig ausmachen, und wie Sie die Gegenrechnung zum jetzigen Zustand selbst aufstellen — mit Ihren Zahlen, nicht mit erfundenen.
Hier geht es nicht um Websites. Eine Unternehmensseite, ein Shop oder ein Portal folgen einer anderen Logik und anderen Preisen; das steht im Artikel Was kostet eine Website?.
Gemeint ist hier Software, die kein Auftritt nach außen ist: die interne Anwendung, die einen Ablauf abbildet, die Verbindung zwischen zwei Programmen, die Automatisierung eines Schrittes, den jemand jede Woche von Hand macht.
| Was | Konditionen |
|---|---|
| Entwicklung nach Aufwand | 75 €/h netto |
| Abgegrenztes Vorhaben, nach Spezifikation | Festpreis |
| Erstgespräch und Einschätzung | kostenlos |
| Änderungen nach der Übergabe | 75 €/h netto |
Der Preis eines Vorhabens ist die Zahl der Stunden mal dem Stundensatz. Alles Weitere in diesem Text handelt davon, was die Zahl der Stunden bewegt.
Was Sie hier bewusst nicht finden, ist ein Einstiegspreis „ab X €“. Bei Websites ist ein solcher Wert sinnvoll, weil sich der Umfang gut typisieren lässt. Bei Software steckt unter derselben Überschrift ein Vorhaben von wenigen Tagen und eines von mehreren Monaten. Eine Zahl an dieser Stelle wäre Werbung, keine Information.
Nicht die Zahl der Bildschirmmasken, sondern die Zahl der Vorgänge, die vollständig funktionieren müssen. „Angebot erfassen, freigeben, in Auftrag wandeln“ ist ein Ablauf. Jeder weitere kostet mehr als die Maske dazu, weil er eigene Regeln, eigene Sonderfälle und eigene Prüfungen mitbringt.
Der am häufigsten unterschätzte Posten. Der Normalfall eines Vorgangs ist meist schnell gebaut. Teuer wird, was danach kommt: der Kunde ohne Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, der Auftrag, der teilweise storniert wird, der Artikel, der nur einmal anders berechnet wird. Jede dieser Ausnahmen ist für sich klein. In Summe sind sie oft der größere Teil der Anwendung.
Deshalb frage ich früh nach den Ausnahmen — und nicht nur nach dem Normalfall.
Nicht die Zahl der Nutzer, sondern wie viele unterschiedliche Sichten es gibt. Anwendung, in der alle dasselbe dürfen: einfach. Anwendung mit Sachbearbeitung, Freigabe und Geschäftsführung, die je Verschiedenes sehen und dürfen: deutlich mehr Aufwand, weil jede Ansicht und jede Rechteprüfung gebaut und geprüft werden muss.
Der größte Unsicherheitsfaktor in jedem Angebot. Muss die Anwendung mit Warenwirtschaft, Buchhaltung, Shop oder Zeiterfassung sprechen? Hat das Fremdsystem eine dokumentierte Schnittstelle, ist es überschaubar. Hat es keine, kann daraus ein eigenes Projekt werden. Wovon das im Einzelnen abhängt, steht im Artikel Zwei Systeme verbinden.
Ein Angebot, das Anbindungen nicht erwähnt, obwohl Sie eine brauchen, ist kein günstiges Angebot. Es ist ein unvollständiges.
Was aus dem Bestehenden mit muss — aus Tabellen, aus einem Altsystem, aus mehreren Quellen gleichzeitig. Der Aufwand hängt nicht an der Menge, sondern am Zustand: uneinheitliche Schreibweisen, fehlende eindeutige Kennungen, Angaben, die nur in Kommentarfeldern stehen. Bei gewachsenen Beständen ist das Bereinigen regelmäßig aufwendiger als das Übertragen. Mehr dazu im Artikel Excel ablösen.
Der Punkt mit dem größten Hebel für Sie. Wer sagen kann, was am Ende herauskommen soll, wer welchen Schritt macht und welche Sonderfälle vorkommen, bekommt ein enges Angebot. Wer das nicht sagen kann, bekommt entweder einen Aufschlag für die Unsicherheit oder eine Abrechnung nach Aufwand. Beides ist fair, aber das erste ist teurer als nötig.
Sie müssen dafür keine Spezifikation schreiben. Es genügt, den Ablauf zu erzählen — das Aufschreiben ist meine Arbeit.
Eine Liste mit Filter ist wenig Aufwand. Auswertungen über Zeiträume, Vergleiche, Kennzahlen, die aus mehreren Quellen zusammenlaufen und exportierbar sein müssen, sind ein eigener Bereich. Es lohnt sich, hier ehrlich zu trennen: Was brauchen Sie zum Arbeiten, und was wäre nur interessant?
Weniger bekannt, aber praktisch wichtig:
Der Preis allein sagt nichts. Er sagt erst etwas im Vergleich zu dem, was der jetzige Zustand kostet — und das ist eine Rechnung, die Sie selbst aufstellen können, weil nur Sie die Zahlen haben.
Nehmen Sie den Ablauf, um den es geht, und beantworten Sie vier Fragen:
Punkt 1 mal Punkt 2 mal 52, plus Punkt 3, minus Punkt 4 — das ist die jährliche Größe, gegen die ein einmaliger Baupreis steht.
Sie werden in diesem Text keine Amortisationszeit und keinen Prozentsatz für Effizienzgewinn finden. Beides kursiert reichlich, und beides ist ohne Ihre Zahlen erfunden. Was ich sagen kann: Wenn diese Rechnung im Erstgespräch nicht deutlich aufgeht, sage ich Ihnen das, statt die Software zu bauen.
Was Sie nicht zahlen: eine monatliche Gebühr für die Software selbst. Quellcode und Dokumentation gehören nach der Bezahlung Ihnen — und zwar von Anfang an, nicht erst zum Projektende. Das ist der Punkt, an dem Sie bei jedem Anbieter nachfragen sollten, und zwar besonders dann, wenn dort nur eine Person arbeitet.
Dann schneiden Sie kleiner, statt am Falschen zu sparen. Fast jedes Vorhaben lässt sich in einen ersten Teil zerlegen, der für sich nützlich ist: der eine Ablauf, der am häufigsten stört, oder die eine Verbindung, die doppelte Eingaben beendet. Das ist gleichzeitig der beste Test — Sie sehen an einem kleinen Stück, ob die Zusammenarbeit trägt, bevor größere Beträge im Spiel sind.
Was Sie dabei nicht kürzen sollten: Datenübernahme, Rechte und Dokumentation. Alle drei sind nachträglich teurer als sofort.
Wenn Sie eine Zahl für Ihr Vorhaben brauchen: Erzählen Sie im kostenlosen Erstgespräch den Ablauf. Daraus entsteht eine kurze Beschreibung des Umfangs und darauf ein Festpreis. Die Details stehen auf der Seite Software entwickeln lassen.
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